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Präventive Maßnahmen

Gesetz soll Mobilfunkstrahlung verringern

21.08.2008
Anlässlich des aktuellen Strahlenschutz-Jahresberichtes hat Umweltminister Sigmar Gabriel angekündigt, ein Gesetz zum Schutz vor Mobilfunkstrahlung zu erarbeiten. Trotz fehlender wissenschaftlicher Beweise müsse die Politik auf die Verunsicherung der Bevölkerung bei diesem Thema reagieren.

Die Bürger in Deutschland sollen besser vor Handystrahlung geschützt werden. Das Bundesumweltministerium will einen Gesetzesentwurf "zum Schutz vor nicht ionisierter Strahlung" erarbeiten. Das kündigte Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) in Berlin an. In dem Entwurf sollen die europaweit anerkannten Schutzstandards für alle Frequenzbereiche verbindlich festgelegt werden. Unter anderem sollen die bislang sehr unterschiedlichen Frequenzbereiche der Netzbetreiber zusammengelegt werden und damit die Belastung insgesamt verringert werden.

Bei der Präsentation des aktuellen Strahlenschutz-Berichtes meinte Gabriel: "Die Mobilfunkstrahlung nimmt zu. Darauf muss die Politik reagieren." Die Gefahren von Mobilfunkstrahlung sind ein heiß diskutiertes Thema und sorgen immer wieder für Verunsicherung in der Bevölkerung. Doch wissenschaftliche Beweise für die krankmachende Wirkung gibt es bislang nicht.

Erst vor einem Monat hatte das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) eine groß angelegte Langzeitstudie veröffentlicht, die weder ein erhöhtes Krebsrisiko noch eine Häufung von Kopfschmerzen oder Schlafstörungen bei ausgeprägter Handynutzung feststellen konnte. Im jetzt veröffentlichten Jahresbericht wird diese Aussage jedoch relativiert. Die Erkenntnislage sei bei Kindern, die Handys nutzen, nicht ausreichend.

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